Insolvenzentschädigung

Anspruch stellen

Wie beantrage ich Insolvenzentschädigung?

  1. Beim zuständigen Konkursamt geben Sie Ihre Lohnforderung und allfällige weitere Forderungen gegenüber dem ehemaligen Arbeitgeber ein. Die Gesamtforderung muss alle offenen Beträge bis zum Ablauf der Kündigungsfrist enthalten, auch wenn die Kündigungsfrist erst nach dem Datum der Konkurseröffnung abgeschlossen ist.
  2. Beim RAV oder unter Formulare & Merkblätter finden Sie den Antrag auf Insolvenzentschädigung. Füllen Sie das Formular vollständig aus und legen Sie folgende Unterlagen bei:
  • Kopie Ihrer Forderungseingabe an das Konkursamt inkl. Anmeldebescheinigung (Original) des zuständigen Konkursamtes (Stempel und Unterschrift)
  • Kopie Grenzgängerbewilligung oder Aufenthaltsbewilligung
  • Kopie des Kündigungsschreibens oder des Schreibens über die Vertragsauflösung vom Konkursamt
  • Kopie des Arbeitsvertrages
  • Kopien der letzten vier ausgestellten Lohnabrechnungen
  • Falls Sie im Stundenlohn beschäftigt waren: Kopien der detaillierten Stundenrapporte der letzten vier Monate bestätigt vom ehemaligen Arbeitgeber
  • Bestätigung vom ehemaligen Arbeitgeber über die bezogenen Ferientage bis zum Austritt (Übertrag Feriensaldo vom vergangenen Jahr separat aufführen)

Senden Sie den Antrag auf Insolvenzentschädigung an die kantonale Arbeitslosenkasse jenes Kantons, in welchem der ehemalige Arbeitgeber seinen Geschäftssitz hatte.

Bitte beachten Sie, dass wir aus rechtlichen Gründen auf der Einreichung von unterschriebenen Dokumenten per Post bestehen müssen und dass wir den Eingang solcher Dokumente per E-Mail nicht akzeptieren können.


 

Frist zur Einreichung des Antrags

Als geschädigte Arbeitnehmende kommen Sie nur in den Genuss der Insolvenzleistung, wenn Sie Ihre Ansprüche rechtzeitig bei der kantonalen Arbeitslosenkasse geltend machen. Einzureichen ist der Antrag auf Insolvenzentschädigung:

  • spätestens 60 Tage nach Veröffentlichung des Konkurs, der provisorischen Nachlassstundung oder eines richterlichen Konkursaufschubes im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) 
  • spätestens 60 Tage nach dem Pfändungsvollzug

Wird diese Frist nicht eingehalten, erlischt ein allfälliger Anspruch auf Insolvenzentschädigung. Die Frist kann nicht erstreckt werden.

Auszahlung der Insolvenzentschädigung

Sobald wir Ihre Unterlagen erhalten haben, prüfen wir diese auf Vollständigkeit. Sie werden per Brief über fehlende Dokumente schnellstmöglich benachrichtigt.


Teilzahlung
Sind die Unterlagen komplett und ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung gegeben, erhalten Sie umgehend die gesetzliche Teilzahlung von 70 Prozent (für Quellensteuerpflichtige 60 Prozent). Sollten Sie keinen Anspruch auf Insolvenzentschädigung haben, erhalten Sie eine anfechtbare Verfügung.

Wird die Durchführungsart des Konkursverfahrens im schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB definitiv publiziert, läuft die 60-tägige Frist zur Einreichung des Antrags auf Insolvenzentschädigung. Nach Ablauf der Frist werden wir mit den Sozialversicherungen abrechnen.


Schlusszahlung
Folglich kann die Schlusszahlung der Insolvenzentschädigung 10 bis 13 Wochen nach der definitiven Publikation des Konkurses im SHAB erfolgen.

Die Schlusszahlung setzt sich aus der anerkannten Lohnforderung abzüglich der Teilzahlung abzüglich den Arbeitnehmerbeiträgen der Sozialversicherungen zusammen.