Kroatien

Kroatische Staatsangehörige

Mit der Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens (FZA) auf Kroatien wird kroatischen Staatsangehörigen seit dem 1. Januar 2017 das Recht auf Aufenthalt und Zugang zu einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz eingeräumt. Voraussetzung hierfür ist, dass eine Arbeitsstelle gefunden wurde oder der Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestritten werden kann. Das FZA regelt zudem die Koordination der Sozialen Sicherheit wie auch die Anerkennung von Diplomen. Die Visumspflicht für kroatische Staatsangehörige entfällt.
 

Zuwanderungsbeschränkungen

Im Rahmen einer Übergangsfrist bedarf der erstmalige Stellenantritt in der Schweiz für Kroatinnen und Kroaten nach wie vor der Bewilligung der Arbeitsmarktbehörde. Geprüft werden dabei der Inländervorrang sowie die orts- und branchenüblichen Arbeitsbedingungen.

Inländervorrang und Lohnkontrolle

Aufgrund des Prinzips des Inländervorranges hat der Arbeitgeber in der Schweiz nachzuweisen, dass seine Rekrutierungsbemühungen auf dem inländischen Arbeitsmarkt erfolglos waren und keine entsprechenden Arbeitskräfte (Schweizer oder in den schweizerischen Arbeitsmarkt integrierte Ausländer) gefunden werden konnten.

Die Lohnkontrolle stellt sicher, dass Arbeitskräfte aus Kroatien hinsichtlich der Lohn- und Arbeitsbedingungen gleich behandelt werden wie die inländischen Arbeitnehmenden. Die Arbeitsmarktbehörde prüft vor der erstmaligen Erteilung einer Bewilligung, ob der Arbeitsvertrag den wesentlichen gesetzlichen Bestimmungen entspricht.