Erleichterte Zulassung von Hochschulabsolventen

Art. 21 Abs. 3 AIG

Bemerkungen

Der Schweizer Studienabschluss muss äusserst spezialisiert - daher spezifisch und selten – sein.

Die Anstellung kann nur in einer klassischen Mangelbranche erfolgen → es besteht ein ausgewiesener Mangel an Arbeitskräften in der betreffenden Branche.

Die Erleichterung betrifft im Regelfall direkte Studienabgänger, d.h. das Studium wurde erst kürzlich abgeschlossen.

Gesetzliche Grundlage (Ausländer- und Integrationsgesetz, SR 142.20)

Art. 21 AIG Vorrang

1 […]

2 […]

3 Ausländerinnen und Ausländer mit Schweizer Hochschulabschluss können in
Abweichung von Absatz 1 zugelassen werden, wenn ihre Erwerbstätigkeit von
hohem wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Interesse ist. Sie werden für eine
Dauer von sechs Monaten nach dem Abschluss ihrer Aus- oder Weiterbildung in der
Schweiz vorläufig zugelassen, um eine entsprechende Erwerbstätigkeit zu finden.

Kann-Vorschrift

Wenn die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 3 AIG erfüllt sind, so kann der Hochschulabgänger erleichtert zum Arbeitsmarkt zugelassen werden.

  • Es besteht kein Anspruch auf eine erleichterte Zulassung.
  • Die Erleichterung besteht darin, dass der Arbeitgeber den Inländervorrang nicht nachweisen muss.
  • Es kann eine L- oder eine B-Bewilligung erteilt werden.