Asylsuchende - Ausweis N

Asylsuchende (Ausweis N) sind Personen, die in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt haben und im Asylverfahren stehen. Während des Asylverfahrens haben sie grundsätzlich ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Unter bestimmten Umständen kann ihnen eine unselbständige Erwerbstätigkeit erlaubt werden. Ein Rechtsanspruch auf Erwerbstätigkeit besteht hingegen nicht.

Voraussetzungen

Asylsuchende unterstehen während den ersten drei Monaten nach Einreichung des Asylgesuches einem generellen Arbeitsverbot und dürfen daher keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Ergeht innerhalb dieser Frist erstinstanzlich ein negativer Entscheid, so kann der Kanton die Bewilligung zur Erwerbstätigkeit für weitere drei Monate verweigern (Art. 43 Abs. 1 AsylG). Nach Ablauf dieser maximal sechsmonatigen Sperrfrist können Asylsuchende unter den Voraussetzungen, dass

  • Wohnsitz im Kanton Zürich besteht,
  • die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage es erlaubt (Art. 52 Abs. 1 Bst. a VZAE),
  • das Gesuch eines Arbeitgebers vorliegt (Art. 18 lit. b AuG),
  • der Inländervorrang eingehalten wird (Art. 21 AuG),
  • die orts- und branchenüblichen Lohnbedingungen sowie die Arbeitsbedingungen eingehalten werden (Art. 22 AuG)

zu einer vorübergehenden unselbständigen Erwerbstätigkeit zugelassen werden.

Bestimmungen und Auflagen

Im Interesse eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes können die Kantone die Bewilligung zur Erwerbstätigkeit auf einzelne Branchen beschränken (vgl. Weisungen AuG, Ziff. 4.8.5.5.4). Im Kanton Zürich sind Bewilligungen auf folgende Branchen beschränkt:

  • Landwirtschaft, Gemüsebau, Gärtnereien, Gartenbau, Forstwirtschaft, Sägereien
  • Betriebe der Bauwirtschaft
  • Spitäler, Heime, Anstalten (Pflege und Ökonomie)
  • Betriebe zur Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken
  • Gastgewerbe, Kantinen
  • Wäschereien, Chemische Reinigungen, Näh und Änderungsateliers
  • Entsorgung (Abfallbewirtschaftung)
  • Engros-Markt Zürich

Bewilligungspflicht der Erwerbstätigkeit

Gemäss dem schweizerischen Asylgesetz sowie der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit sind jede Erwerbstätigkeit und jeder Stellenwechsel von Asylsuchenden mit Ausweis N bewilligungspflichtig.

Auch Teilzeitstellen sind bewilligungspflichtig. Die Summe der gemeldeten Teilzeitstellen darf insgesamt nicht mehr als eine Vollzeitstelle betragen.

Wenn das Asylgesuch abgelehnt wird, erlischt die Arbeitsbewilligung mit Ablauf der Ausreisefrist. Im Einzelfall entscheidet das Migrationsamt.

Gesuchseinreichung

Arbeitsbewilligungen können im Kanton Zürich mittels elektronischem Formular online beantragt und verwaltet werden. Sicherheit und Datenschutz sind auf hohem Niveau gewährleistet. Dies spart Zeit und erlaubt eine bessere Übersicht über den Status Ihres Bewilligungsantrages.

Für Anträge per Formular benützen Sie bitte das Antragsformular für Stellenantritt / Stellenwechsel.

 

Zusätzliche Unterlagen

  • Kopie Ausländerausweis N
  • Kopie des Arbeitsvertrages
  • Nachweis des Inländervorrangs (Bestätigung der Stellenmeldung beim RAV und Begründung weshalb kein Kandidat vom inländischen Arbeitsmarkt angestellt werden konnte)