Zürcher Wirtschaftsmonitoring 03/19

26.09.2019 - Mitteilung

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Zwei junge Menschen besprechen sich vor dem Impact Hub in Zürich

In Zürich hat sich aufgrund eines gründerfreundlichen Umfeldes und Bildungsinstitutionen mit internationaler Ausstrahlung ein attraktives Ökosystem für Jungunternehmen entwickelt. Lesen Sie mehr zum Thema Gründungsstandort Zürich im Spezialthema.
Weiterhin vermeldet die Mehrheit der Branchen für die Sommermonate eine verbesserte Geschäftslage im Vergleich zum Frühjahr. Die volkswirtschaftlichen Analysen zu Zürich, zur Schweiz und zum Ausland finden Sie ebenfalls in der aktuellen Ausgabe des Zürcher Wirtschaftsmonitorings.

     

Gründungsstandort Zürich

Wenig spektakulär, dafür solide
Neue Firmen werden in der Schweiz jährlich rund 40 000-mal gegründet und tragen damit zur wirtschaftlichen Dynamik und Innovationskraft unseres Standortes bei. Jungunternehmen wachsen hierzulande in der Regel langsam, haben aber eine relativ hohe Überlebensrate. Im Vergleich zu anderen Hochlohnländern wird eine Firmengründung immer noch weniger häufig gewählt. Wirtschaft und Politik setzen sich dafür ein, das Umfeld für Gründerinnen und Gründer laufend zu verbessern.

Umsorgte Jungspunde
Viele Firmengründerinnen und Firmengründer suchen ihr Geschäftsglück in Zürich. Zwischen 2013 und 2016 entstanden jährlich durchschnittlich 7600 Firmen, was knapp einem Fünftel aller Unternehmensgründungen in der Schweiz entspricht. Die Jungunternehmen wachsen entlang der bestehenden wirtschaftlichen Struktur des Standortes: Im stark dienstleistungsorientierten Kanton Zürich entsteht die überwiegende Mehrheit der neuen Firmen im Dienstleistungssektor, zum Beispiel in wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, im Gesundheitswesen oder im Bereich Handel und Reparatur. Fördermassnahmen für Jungunternehmen entwickelten sich in der Schweiz sukzessive in den 80er- und 90er-Jahren, unter anderem im Zusammenhang mit der Entstehung verschiedener Technoparks. Es entstanden Angebote wie Wettbewerbe und gründerfreundliche Finanzierungsformen, später spezifische Schulungsangebote und Technologie-Transferstellen der Technischen Hochschulen und Universitäten, welche die Spinoff-Aktivitäten ihrer Absolventinnen und Absolventen fördern.

«Es braucht neue Zugpferde»
Als im Oktober 2017 das Patent für durchsichtige Zahnspangen, sogenannte Aligner, des amerikanischen Unternehmens Align Technology Invisalign ausgelaufen war, ergriffen die beiden Geschäftspartner Ertan Wittwer und Marcel Kubli die Chance und gründeten
im Juni 2018 bestsmile. Mit günstigen Zahnspangen, die vollständig in der Schweiz produziert werden, bringt das Winterthurer Startup bestsmile seit einem Jahr Bewegung in das Geschäft um schönere Zähne. Der Gründer Ertan Wittwer wünscht sich im Gespräch mit dem Zürcher Wirtschaftsmonitoring mehr Mut beim Schritt in die Selbständigkeit und Zugpferde, die unsere Wirtschaft beleben.

Volkswirtschaftliche Analysen

Kanton Zürich

Der Zürcher Löwe behauptet sich wacker
Nach der Abkühlung der Zürcher Wirtschaft zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2019 hat sich die Geschäftslage in den Sommermonaten mehrheitlich verbessert. Das moderate Schritttempo dürfte auch im zweiten Halbjahr trotz des rauen wirtschaftlichen Umfelds im Ausland anhalten. Die Zahl der Arbeitslosen stagniert saisonbereinigt entsprechend der mässigen Konjunkturdynamik.

Gazellen und ein Einhorn in der Zürcher Unternehmenslandschaft
Fast jedes fünfte Unternehmen in der Schweiz wird im Kanton Zürich gegründet. Im Jahr 2016 beliefen sich die Neugründungen auf rund 7220 Unternehmen, wodurch 10 000 neue Stellen geschaffen wurden. Ein Viertel der neu gegründeten Unternehmen erbringt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen. Nicht jedes neu gegründete Unternehmen kann sich langfristig im Markt behaupten, über zwei Drittel bestehen jedoch noch über das dritte Jahr ihrer Gründung hinaus.

Schweiz und Ausland

Zunehmend bewölkte Aussichten der Weltkonjunktur
Nach dem guten Start im ersten Halbjahr 2019 gestaltet sich das Wirtschaftsumfeld immer schwieriger. Besonders in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wuchs die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal langsamer. Der Welthandel flaut weiter ab. Auch die Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf sind wenig optimistisch. Die Schweiz hält sich bislang noch gut in diesem schwierigen internationalen Umfeld. In der Industrie und im Grosshandel spürt man jedoch bereits die ersten Auswirkungen der gesunkenen Nachfrage.

Volkswirtschaftliche Analysen Kanton Zürich, Schweiz und Ausland

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