Zürcher Wirtschaftsmonitoring 01/17

27.03.2017 - Mitteilung

Zurück zu Zürcher Wirtschaftsmonitoring

Zuerich-West_Toni-Areal

Die Zürcher Wirtschaft hat noch keinen weiteren Gang zugelegt. Einzelne Branchen melden sogar Rückschläge der Geschäftsentwicklung und viele Unternehmen beurteilen die Aussichten Anfang 2017 weniger optimistisch als im Vorquartal. Vorwiegend die stetige Erholung der Auslandsnachfrage spricht aber für eine Wachstumsbeschleunigung im Verlauf von 2017.  

Zürcher Wirtschaft tritt an Ort

Die Erholung der Zürcher Wirtschaft macht zum Jahreswechsel 2016 / 2017 eine Atempause. Verschiedene Branchen melden eine leicht schlechtere Geschäftslage. Dies gilt insbesondere für Teile der Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau) sowie für das Gastgewerbe. Anhaltend gut ist hingegen die Geschäftslage im Bausektor und bei den verschiedenen Dienstleistungen. Bei letzteren arbeiten im Kanton Zürich etwa 35% der Beschäftigten. Optimistischere Aussichten werden in den Umfragen der KOF Konjunkturforschungsstelle auch von den Banken vermeldet. In dieser Branche arbeiten im Kanton Zürich etwa knapp 6% der Beschäftigten.

Die angesprochene Atempause bei der Erholung der Zürcher Wirtschaft zeigt sich auch am Arbeitsmarkt. Das Beschäftigungswachstum verringerte sich ab Mitte 2016 spürbar: Bereinigt um Saisoneffekte nahm die Arbeitslosigkeit in den Monaten November bis Februar trotzdem leicht ab, begünstigt durch eine überraschend dynamische Baukonjunktur. Insgesamt liegt die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit damit wieder auf dem Niveau von Juli 2016.
 

Nur bescheidene Konjunkturerholung in Sicht

Die verschiedenen KOF-Umfrageresultate lassen nur eine bescheidene Beschleunigung des Zürcher Wirtschaftswachstums im ersten Halbjahr 2017 erkennen. Es ist davon auszugehen, dass die Wachstumsimpulse, die von der Schweiz und aus dem Ausland auf die Zürcher Wirtschaft einwirken, im Verlauf von 2017 zunehmen und zu einem gewissen Auftrieb beitragen werden. Insbesondere aus den USA und der EU dürften bedeutende Impulse für den Zürcher Aussenhandel kommen, wobei die politischen Risiken hoch sind. Allerdings verschlechterte die erneute Frankenaufwertung der letzten Quartale die Wettbewerbsposition vieler Zürcher Unternehmen wieder, was diese Impulse aus dem Ausland etwas in Zaum halten dürfte. Die Erholung wird deshalb im ersten Halbjahr 2017 anhalten, aber immer noch unterdurchschnittlich ausfallen. Die Arbeitslosenquote von 3.9% im Februar 2017 dürfte vorwiegend aufgrund der Saisoneffekte in der Bauwirtschaft und im Gastgewerbe in den kommenden Monaten sinken. Insgesamt ist erst bis Mitte 2017 mit einer geringen Besserung der Arbeitsmarktlage zu rechnen.

Zürcher Wirtschaftsmonitoring 01/17

Zurück zu Zürcher Wirtschaftsmonitoring