Veranstaltungen 2018

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Impressionen vom PolitTalk Digitales Zürich #4

PolitTalk Digitales Zürich #4 - Bild 18
Prof. Dr. Abraham Bernstein, Dr. Ladina Caduff, PD Dr. Markus Christen, Giulia Fitzpatrick, Michael Baumer (v.l.)

Zusammensetzung der Gesprächsrunde

Beim PolitTalk #4 vom 23. Januar 2018 beleuchteten die folgenden vier Experten das Thema "Big Data - Was Daten verraten" aus verschiedenen Blickwinkeln:

Prof. Dr. Abraham Bernstein
Professor of Informatics, Head of Dynamic and Distributed Information Systems Group, University of Zurich Department of Informatics
Giulia Fitzpatrick
Managing Director Global Technology for Wealth Management Innovation, UBS,Zürich
Dr. Ladina Caduff
Governmental Affairs Lead, Microsoft Schweiz
PD Dr. Markus Christen
Senior Research Fellow / Research Group Leader, Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte 

PolitTalk Digitales Zürich #4: Kurz zusammengefasst

In einem historischen Hörsaal der Universität Zürich fanden sich am 23. Januar 2018 rund 70 Interessierte aus Politik, Wirtschaft, Lehre und Verwaltung ein, um vier hochkarätigen Rednerinnen und Rednern zum kontroversen Thema "Big Data – Was Daten verraten" zu folgen und anschliessend darüber zu diskutieren.

Die einen sehen in Big Data eine Chance, die anderen erachten die grossflächige Erfassung von Daten und deren Auswertung als Wegbereiter für totalitäre Systeme. Kaum ein Thema wird derzeit so kontrovers diskutiert wie Big Data. Moderator Michael Baumer, Gemeinderat FDP und Mitglied des Kernteams, das den vierten PolitTalk organisiert hat, führte durch einen angeregten Abend.

Die Basis legte Prof. Dr. Abraham Bernstein, Direktor des Instituts für Informatik sowie der Digital Society Initiative der Universität Zürich. Die Verarbeitung der gigantischen Datenmengen stellt vier Herausforderungen: Volumen, Geschwindigkeit, Wahrheitsgehalt und Variabilität: So fallen täglich weltweit 2.5 Exabyte Daten an, was etwa dem gesamten Speichervolumen der in unserem Land verwendeten Laptop-Computer entspricht.

Dass diese Daten einen Wert haben, davon sprach Giulia Fitzpatrick, UBS Managing Director Global Technology for Wealth Management Innovation. Dessen sind sich aber die wenigsten Privatpersonen bewusst. Überhaupt steht es um das Wissen in Zusammenhang mit den "Datenkrümeln, die wir online liegen lassen" nicht zum Besten. Das Verständnis dafür, was persönliche Daten überhaupt sind, ist ebenso beschränkt.

Zu einem ähnlichen Schluss kam Dr. Ladina Caduff, Governmental Affairs Lead bei Microsoft Schweiz und wies darauf hin, dass das Verständnis der Schweizer Bevölkerung in Sachen ICT nicht gerade rosig aussieht. Dieser Umstand wird zusätzlich durch die in unserem Land ausgeprägte Bereitschaft der schnellen Adaptation von neuen Technologien verschärft.

Das Thema "Big Data" beleuchtete PD Dr. Markus Christen, Research Group Leader am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich, aus einer ethischen Perspektive. Den Ethikern komme, so Christen, eine Rolle als Wachhund zu und zeigte verschiedene heikle Punkte auf wie die Möglichkeit der Ausbeutung und Diskriminierung, die im Umgang mit Big Data ein Leichtes sind.

In der anschliessenden Diskussion wurden in erster Linie kritische Fragen gestellt, die ein allgemeines Unbehagen illustrierten und deutlich machten, dass das Thema vertieft diskutiert werden muss. Genau dies wird am 5. Juli beim PolitTalk #5 gemacht. In dessen Rahmen werden offene Fragen aus der Diskussion aufgegriffen und von Expertinnen und Fachleuten verstärkt analysiert. 

Reservieren Sie sich das Datum:

PolitTalk #5: Big Data
5. Juli 2018 an der KV Business School, Bildungszentrum Sihlpost

Bilder von Alessandro Fischer

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