Veranstaltungen 2017

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Smart Health Zurich 2017

Programmbild Smart Health 2017

Digitale Revolution im Gesundheitswesen: Ein Rückblick auf die ausverkaufte Konferenz "Smart Health Zurich 2017" vom 29. Juni 2017

Die Smart Health Zurich 2017 Konferenz, organisiert vom Nationalen Thematischen Netzwerk der KTI, Inartis Network, und unterstützt durch die Standortförderung des Kantons Zürich im Amt für Wirtschaft und Arbeit fand am 29. Juni 2017 im erneut ausverkauften Technopark Zürich statt. Thematischer Schwerpunkt des diesjährigen Anlasses bildete die digitale Revolution, welche heute nicht nur wissenschafts- und technologiegetriebene Trends umfasst, sondern ein signifikantes Potential für Patienten und Unternehmen aufweist. Teil der Smart Health Zurich 2017 war ein Partnering-Anlass, organisiert vom Enterprise Europe Network Schweiz, der Teilnehmenden Gelegenheit bot, sich bei "Speed-Datings" auszutauschen.

In der Einleitung unterstrich Markus Assfalg, Leiter der Standortförderung des Kantons Zürich die Bedeutung der Life Sciences für Zürich: Seit der Jahrtausendwende ist die Branche Life Sciences die wachstumsstärkste Branche im Kanton. Die Bruttowertschöpfung wuchs jährlich um beeindruckende 8.6%. Susanne Lauber Fürst, Vize-Präsidentin von Inartis Network, stellte die Aktivitäten des Nationalen Thematischen Netzwerks vor, welches schweizweit als Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Forschung aktiv ist mit dem Ziel, wissensbasierten Innovation im Bereich der Life Sciences zu fördern. Leo Keller von Blue Ocean Semantic Networks rief die Zuhörer auf, sich zu überlegen, welche Lernprozesse die digitale Transformation von uns allen fordert.

Anschliessend zogen neun Redner aus Industrie und Forschung die 120 Zuhörer in den Bann: In der ersten Session über den Patientennutzen der digitalen Revolution, unter der Leitung von Christoffer Lund von Virtual Switzerland, bewegte der Vortrag von Professor Robert Riener von der ETH Zürich der demonstrierte, wie die Robotik auf vielfältige Weise den Bewegungsapparat des Menschen unterstützt und beispielsweise querschnittsgelähmten Personen wieder zum Gehen verhelfen kann. Am Cybathlon 2016 demonstrierten Menschen mit Behinderungen eindrucksvoll, wie durch das Miteinander von Mensch und Technik Unmögliches möglich wird. Der Cybathlon ist ein Wettkampf, der der Entwicklung neuartiger, alltagstauglicher Assistenztechnologien eine Plattform bietet und diese vorantreibt. Peter A. Haig von IBM Research Zürich stellte die Pionierleistungen im Bereich der Computerwissenschaften vor, welche in naher Zukunft unseren Alltag revolutionieren werden. IBM Research ist mit Watson an verschiedenen Pilotprojekte beteiligt, um beispielsweise Onkologen durch Cognitive Computing bei der täglichen Arbeit mit Patienten zu unterstützen. Mit dem „Unicorn“ aus der Westschweiz, der Firma MindMaze, fand eines der bekanntesten Schweizer Start-ups den Weg in die Limmatstadt. Gangadhar Garipelli verblüffte mit innovativen Neurotechnologien, die in der Rehabilitation zur Anwendung kommen.

Die zweite Session, moderiert von Danielle Spichiger, Projektleiterin des Life Sciences Cluster der Standortförderung des Kantons Zürich (AWA), bot Ansatzpunkte für KMUs, die Digitalisierung in Angriff zu nehmen. Das digitale Team Holger Greif und Constantino Bredy von PwC Schweiz zeigte den Einfluss der Digitalisierung auf das Gesundheitswesen auf und gab, gestützt auf die PwC Studie "Digitalisierung – wo stehen Schweizer KMU?", Empfehlungen für KMUs ab. Mathieu Lemay vom CSEM, eine Schweizer Forschungs- und Technologie Organisation, stellte disruptive Sensortechnologien vor und eröffnete die Perspektive für Forschungskooperationen. Der CEO von Axsana, Dr. Samuel Eglin, stellte die offene Plattform für ein zukunftfähiges Gesundheitswesen vor und zählte einige Herausforderungen auf: Kundenfreundliche Anwendung, einheitliche Standards trotz Individualisierung, Interoperabilität, neue Rollenverteilung unter den Gesundheitsakteuren mit entsprechendem Mindset und Re-design der Unternehmensprozesse.

Die dritte Session unter der Leitung von Raul Cortada, Business Development Manager der Altran AG im Bereich der Life Sciences stellte inspirierende Lösungen, Systeme und Geräte der Zukunft vor. Eingeleitet von Florent Saillard, Leiter der Life Sciences bei Altran Schweiz, wurde das Start-up Biovotion vorgestellt, welches in Kooperation mit Altran ein spektakuläres Monitoringsystem zur Überwachung des Gesundheitszustandes entwickelt. Janick Mischler und Andrea Marrazzo von der Schweizer Post begeisterten die Teilnehmer mit dem Drohnenprojekt: ihre Drohnen sind in der Lage, kleinere Pakete auszuliefern, beispielsweise transportieren sie Blutproben zwischen Spitälern und Labors. Zukunftsweisende Forschung, die künftig eine personalisierte Medikamenten Dosierung ermöglichen wird, wurde von Professor Yann Thoma von der Haute Ecole d'Ingénierie et de Gestion du Canton de Vaud (HEIG-VD) präsentiert.

Der Anlass Smart Health Zurich 2018 ist bereits in Planung. Interessierte Kreise können sich bereits heute voranmelden unter info@inartis-network.ch. Auskünfte erteilen Susanne Lauber Fürst; susanne.lauber@inartis-network.ch; 079 668 74 46 und Joseph Maisano: joseph.maisano@inartis-network.ch; 021 697 11 11

 Susanne Lauber Fürst und Danielle Spichiger

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