Veranstaltungen 2017

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Impressionen vom PolitTalk Digitales Zürich #3

Diskussion, PolitTalk Digitales Zürich, Foto 01

Zusammensetzung der Gesprächsrunde

Beim PolitTalk #3 vom 4. Juli 2017 beleuchteten die folgenden vier Experten das Thema "Future Skills - Wissen und Lernen im digitalen Zeitalter" aus verschiedenen Blickwinkeln:

Matthias Mölleney
Leiter Center for HRM & Leadership, HWZ

Prof. Dr. Stefan Wolter
Leiter der Forschungsstelle für Bildungsökonomie der Universität Bern und Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF

Jean-Marc Hensch
Geschäftsführer Swico

Prof. Dieter Rüttimann
Schulleiter und Lehrer an der Gesamtschule Unterstrass, Dozent am Institut Unterstrass (PHZH) und an der Universität Hildesheim    

Durch den Abend führte Prisca Koller, FDP Kantonsrätin und Mitglied des Kernteams PolitTalk Digitales Zürich.

Future Skills - Wissen und Lernen im digitalen Zeitalter

In einem vollbesetzten Seminarraum der Pädagogischen Hochschule Zürich PHZH lieferten vier hochkarätige Redner Inputs zu den Anforderungen an die Bildung, aber auch Weiterbildung im digitalen Zeitalter.

Den Abend, durch den Kantonsrätin Prisca Koller führte, eröffnete Prof. Stefan Wolter, Leiter der Forschungsstelle für Bildungsökonomie der Universität Bern, mit dem Kurzreferat "Bildung für eine schöne, neue, unbekannte Welt". Wolter wies darauf hin, dass Veränderungen auf uns zukommen werden, aber wir diesen keineswegs ohnmächtig gegenüber stehen, wie in den Medien oft suggeriert wird.

Bestehende, insbesondere starre hierarchische Modelle zu überdenken, empfahl Matthias Mölleney, Leiter Center for HRM & Leadership an der Hochschule für Wirtschaft Zürich HWZ, in seinem Input. Bildung soll auf eine Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ausgerichtet sein. Dazu gehört auch die Weiterbildung der Mitarbeitenden, denn die Digitalisierung schreitet schnell voran.

Unter dem Zauberwort "Vielfalt" wies Jean-Marc Hensch, Geschäftsführer Swico, auf die Aussenwahrnehmung von ICT als "einheitlicher Monolith" hin. Die Diversität der Berufsfelder und Tätigkeiten ist weit herum nicht bekannt. Hensch machte auch darauf aufmerksam, dass Mikrobetriebe (1–10 Mitarbeitende), die über 30 Prozent der hiesigen Unternehmen stellen, in die Diskussion über den digitalen Wandel einzubeziehen seien, sind doch deren Bedürfnisse anders gelagert als die grosser Konzerne.

Aus der Praxis und dem schulischen Alltag berichtete Prof. Dieter Rüttimann, Schulleiter und Lehrer an der Gesamtschule Unterstrass. Er plädierte für die sinnvolle Integration von digitalen Medien in den schulischen Alltag und die Vorteile sozialen Lernens. Rüttimann wies auch auf die Wichtigkeit einer Fehlerkultur hin, denn selbst James Dyson sei bei der Erfindung seines ersten beutellosen Staubsaugers über 5000 Mal gescheitert.

An die vier Input-Referate folgte eine angeregte Diskussionsrunde, in der sich die Referenten den Fragen aus dem Publikum stellten. Den Abschluss bildete ein Apero, in dessen Rahmen weiter diskutiert, aber auch das Netzwerk gepflegt wurde.

Bilder von Alessandro Fischer 

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