Standortdialog 2018: Innovationen von morgen

14.11.2018 - Mitteilung,Veranstaltung

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Welche Entwicklungen prägen die digitale Zukunft und wie muss sich der Kanton Zürich darauf einstellen, um als «Wirtschaftsmotor der Schweiz» weiterhin seine Chancen zu nutzen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Regierungsrat am diesjährigen Standortdialog im Museum für Gestaltung. Mit spannenden Referaten und einer angeregten Podiumsdiskussion tauschte er sich mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft und Wirtschaft aus.  

Das Think Tank W.I.R.E. hat im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektion ein sogenanntes «Horizon Scanning» durchgeführt. Darunter versteht man ein systematisches Monitoring von bekannten Trends und die Identifikation ganz neuer Entwicklungen. «Mit dieser Methode möchten wir neue Innovationsthemen mit Relevanz für den Kanton Zürich identifizieren und Handlungsfelder erarbeiten», betonte Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh in ihrem Eröffnungsvotum. Sie unterstrich die Bedeutung der Vernetzung – sowohl zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, als auch innerhalb der Verwaltung. Der Politik müsse es gelingen, attraktive Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft anzubieten.

Chancen nutzen – Missbrauchspotenzial eindämmen

Die Ausführungen von Stephan Sigrist und Stefan Pabst vom Think Tank W.I.R.E. machten klar, dass die nahe Zukunft von Megatrends geprägt sein werden. Dazu gehört beispielsweise die Verfügbarkeit von Daten und der Umgang mit diesen. Auch wird die Digitalisierung kürzere Produktezyklen mit sich bringen, womit sich Fragen stellen bezüglich Nachhaltigkeitszielen und langfristiger Planung. Als grosse Herausforderung gelten auch die schier unbegrenzten Möglichkeiten zur Manipulation von Bildern und Videos – sogar in Echtzeit. Wie lassen sich neben allen Chancen dieser neuen Technologien, beispielsweise im medizinischen Bereich – Missbrauchspotenziale einschränken? Die Experten waren sich einig, dass diese und viele andere Fragestellungen einer längerfristigen Perspektive bedürfen. Technologie muss mit einer gesellschaftlichen Innovation verknüpft werden.

Verantwortung auf allen Ebenen wahrnehmen

Diese Erkenntnis nahm auch die anschliessende Podiumsdiskussion auf. Unter der Leitung von Reto Brennwald diskutierten Ladina Caduff (Director Corporate Affairs, Microsoft Schweiz), Regierungspräsident Thomas Heiniger und Empa-Direktor Gian-Luca Bona. Im Vordergrund der Debatte stand der verantwortungsvolle Umgang mit den neuen Technologien, der von Wirtschaft, Wissenschaft und der Politik gefordert ist. In einer staatlichen Ordnung, deren Grundlagen noch weitgehend auf 1848 zurückgehen, müssen Entwicklungen aufgenommen werden, die wir heute erst ansatzweise kennen. Das braucht eine kontinuierliche gesellschaftliche Auseinandersetzung auf allen Ebenen. Regierungspräsident Thomas Heiniger unterstrich, dass sich der Regierungsrat gerade auch mit der Verabschiedung der Strategie Digitale Verwaltung und dem dazugehörigen Impulsprogramm dieser Verantwortung stelle.  

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